Kräfte bündeln für deutsch-brasilianische Kooperation - Blumenau-Niesel-Stiftung, Martius-Staden-Institut und WWZ-BD vereinbaren engere Zusammenarbeit
Die Kooperationsvereinbarung zwischen der Blumenau-Niesel-Stiftung Erlangen-Berlin (BNS), dem Martius-Staden-Institut São Paulo und dem Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland (WWZ-BD) ist seit dem 8. Mai 2026 in Kraft und wird von den drei Partnern mit Leben erfüllt. Mit der Unterschrift des Vorstandsvorsitzenden der Stiftung und Präsidenten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Prof. Dr.-Ing. Joachim Hornegger, wurde dafür die letzte formale Voraussetzung erfüllt. Für die brasilianische Seite hatte der Präsident des Martius-Staden-Instituts, Christian Buelau, das Dokument bereits am 3. März dieses Jahres unterzeichnet. Das WWZ-BD war bei beiden Zeremonien durch seinen Geschäftsführenden Vizepräsidenten, Rechtsanwalt Hans-Dieter Beuthan, vertreten, der zugleich stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsvorstands ist.
„Mit Abschluss der Vereinbarung treten wir in eine neue Phase der Zusammenarbeit zwischen diesen drei Partnern ein“, kommentiert Hans-Dieter Beuthan die Vertragsunterzeichnung. „Über die bereits bestehenden guten persönlichen Kontakte und informellen Absprachen hinaus, geht es nun um konkrete Projekte im Rahmen eines zweijährigen Arbeitsplanes. Alle Partner sind hochmotiviert und freuen sich auf die Umsetzung.“
Ziel der Vereinbarung ist es, die Zusammenarbeit zwischen den drei Partnern zu entwickeln, gemeinsame Projekte zu identifizieren und mit deren Umsetzung einem internationalen Publikum das Thema der deutsch-brasilianischen Beziehungen und ihrer Geschichte näherzubringen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung und Entwicklung dieser bilateralen Beziehungen.
Geplant sind unter anderem gemeinsame Projekte zur deutschsprachigen Einwanderung in Brasilien mit einem Fokus auf überregionale Initiativen, die sich auf ganz Brasilien beziehen, Studien zu den Beziehungen der deutschsprachigen Länder zu Brasilien im 19. und 20. Jahrhundert sowie gemeinsame Veröffentlichungen und Werbung in den sozialen Medien der jeweiligen Institutionen zu Themen der Einwanderung und der deutsch-brasilianischen Beziehungen.
Darüber hinaus wird die Einrichtung eines Stipendiums für die Recherche eines deutschen Studenten im Bestand des Martius-Staden-Instituts angestrebt, z. B. zur Aufarbeitung von Beständen zu Schulen oder anderen Themen wie Vereinen, Kalendern, Zeitungen. Diese Forschungsergebnisse können in Form einer akademischen Veröffentlichung, eines Vortrags oder einer Ausstellung präsentiert werden.
An der feierlichen Unterzeichnungszeremonie in São Paulo nahmen seitens des Martius-Staden-Instituts neben Präsident Christian Buelau unter anderem auch Direktor Mauritius Reisky von Dubnitz und Kulturkoordinatorin Daniela Rothfuss teil. Das deutsche Generalkonsulat São Paulo war durch Konsul Albrecht Peter Volkwein vertreten.
Foto Startseite: FAU-Präsident und Vorstandsvorsitzender der Blumenau-Niesel-Stiftung, Prof. Dr.-ing. Joachim Hornegger, (links) und der Geschäftsführende Vizepräsident des WWZ-BD, Rechtsanwalt Hans-Dieter Beuthan, unterzeichnen die Vereinbarung in Erlangen - Foto: FAU
Foto Beitrag: Feierliche Unterzeichnung in der Martius-Staden-Stiftung São Paulo mit dem Präsidenten des Instituts Christian Buelau (4.v.r.) und dem stellvertretenden Vorsitzenden der Blumenau-Niesel-Stiftung Hans-Dieter Beuthan (3.v.r.) - Foto: IMS